I. Ringlock-Gerüste für Schalungstragkonstruktionen
Bei Schalungsträgersystemen sollte die Gerüsthöhe grundsätzlich 24 Meter nicht überschreiten. Muss die Höhe 24 Meter überschreiten, ist eine gesonderte Sonderkonstruktion erforderlich.
Hinweis: Obwohl eine Überschreitung von 24 Metern im Allgemeinen nicht empfohlen wird, kann der einzelne Ständer des Ringlock-Gerüsts der Serie 48 tatsächlich bis zu 10 Tonnen tragen. Daher besteht bei Höhen über 24 Metern keine Beeinträchtigung der Sicherheit, sofern eine bestimmte Konstruktion umgesetzt wird.
Bei vollflächigen Schalungstraggerüsten mit einer Höhe von weniger als 8 Metern sollte die Hubhöhe (vertikaler Riegelabstand) 1,5 Meter nicht überschreiten.
Bei Schalungstraggerüsten mit einer Höhe von mehr als 8 Metern müssen über die gesamte Höhe vertikale Diagonalstreben angebracht werden. Der Riegelabstand darf 1,5 Meter nicht überschreiten. In Abständen von 4 bis 6 Standardhüben sollten horizontale Diagonalstreben oder kupplungsartige Stahlrohr-Querstreben installiert werden. Bei angrenzenden Bauwerken sollte das Gerüst zuverlässig daran befestigt werden.
Wenn das Schalungstraggerüst als unabhängige turmartige Struktur ohne seitliche Anker errichtet wird, müssen bei jedem Hub auf jeder Seite der Struktur vertikale Diagonalstreben installiert werden.
Bei langen, schmalen Hochschalungsstützen sollte das Verhältnis der gesamten Gerüsthöhe (H) zu seiner Breite (B) 3 nicht überschreiten.
Bei hohen Schalungsstützen sollte der Riegelabstand ganz oben am Gerüst gegenüber der Standardhubhöhe um einen Ringabstand reduziert werden.
Die freiliegende Länge der Schraube im Verstellfuß darf 300 mm nicht überschreiten. Der unterste Riegel, der als Basislift fungiert, sollte nicht mehr als 550 mm über dem Boden liegen.
Wenn bei der Erstellung eines Fußgängerdurchgangs durch ein Schalungstraggerüst die Durchgangsbreite mit der Länge eines einzelnen Standardriegels übereinstimmt, können der Riegel der ersten Ebene und die Diagonalstreben örtlich weggelassen werden. Allerdings müssen die Stützen auf beiden Seiten des Durchgangs mit vertikalen Diagonalen ausgesteift werden. Weicht die Durchgangsbreite von der Standardriegellänge ab, muss über dem Durchgang ein Stützbalken montiert werden.
Die Oberseite einer solchen Öffnung muss mit einer stabilen Schutzplanke abgedeckt werden und auf beiden Seiten müssen Sicherheitsnetze angebracht werden. Für für den Fahrzeugverkehr vorgesehene Öffnungen sind Sicherheitswarnungen und Auffahrschutzmaßnahmen vorgeschrieben.
II. Ringlock-Gerüst für Doppelschichtgerüste
Beim Einsatz von Ringlockgerüsten zur Errichtung von Doppelgerüsten (selbstständig gebundene Gerüste) sollte die Höhe 24 Meter nicht überschreiten. Die geometrischen Abmessungen des Gerüstes können je nach Nutzungserfordernis gewählt werden. Übliche Parameter sind: eine Standardhubhöhe von 2 Metern, Ständerabstände (entlang der Wand) von 1,5 Metern oder 1,8 Metern (und nicht mehr als 2,1 Metern) und Ständerfeldlängen (Blickbreite) von 0,9 Metern oder 1,2 Metern.
Beim ersten Anheben des Gerüstes müssen Pfosten unterschiedlicher Länge verwendet werden, die versetzt angeordnet sind. Der Höhenversatz zwischen diesen versetzten Ständeranschlüssen muss mindestens 500 mm betragen. Die Unterseite aller Ständer muss mit einem verstellbaren Sockel ausgestattet sein.
Bei der Erstellung eines Fußgängerdurchgangs in einem Doppelgerüst ist es erforderlich, über dem Durchgang einen Stützbalken zu installieren und auf beiden Seiten zusätzliche Diagonalstreben an den Ständern anzubringen. Die Öffnung muss mit einer stabilen Schutzbeplankung abgedeckt und an den Seiten mit Sicherheitsnetzen versehen sein. Sicherheitswarnungen und Antikollisionsmaßnahmen sind für Fahrzeugzugangsöffnungen obligatorisch.
Wenn auf jeder Riegelebene eines Doppelgerüsts keine Stahl-Einhängegerüstbretter verwendet werden, um die Steifigkeit der Ebene in der Ebene zu erhöhen, muss in jedem fünften Feld eine horizontale Diagonalstrebe installiert werden.
Die Anbindungen müssen senkrecht zur Gerüstfläche und zur Wand verlaufen. Alle Verbindungen auf derselben Ebene müssen in derselben Ebene liegen. Der maximale horizontale Abstand zwischen den Anbindungen sollte 3 Felder nicht überschreiten. Der Abstand vom Anker zur Hauptkonstruktion sollte 300 mm nicht überschreiten. Anbindungen sollten sich neben einem Ringlock-Knoten befinden, an dem ein Riegel vorhanden ist, und der Verbindungspunkt sollte innerhalb von 300 mm vom Knoten entfernt liegen. Wenn für das Verbindungselement Stahlkupplungen verwendet werden, sollte eine rechtwinklige Kupplung mit dem Ringlock-Stiel verbunden werden.
Die Arbeitsbühnen auf einem Doppellagengerüst müssen vollflächig beplankt sein. An der Außenkante müssen Leitplanken angebracht werden. Die Außenseite des Gerüstes muss vollständig mit einem feinmaschigen Sicherheitsnetz verkleidet sein. Geländer werden typischerweise in Höhen von 500 mm und 1000 mm über der Plattformebene angebracht.
Bevor mit Arbeiten an Ringlock-Gerüsten begonnen wird, muss eine spezifische Erklärung zur Bauweise von Ringlock-Gerüsten erstellt werden. Diese Methodenerklärung muss in strikter Übereinstimmung mit den relevanten Bauvorschriften und -normen für Ringlock-Gerüste erstellt werden. Nur die genaue Kenntnis und Einhaltung der Kernpunkte dieser Standards gewährleistet Projektsicherheit und einen reibungslosen Ablauf. Haben Sie nun die statischen Anforderungen an Ringschlossgerüste in diesen beiden Hauptanwendungen verstanden: Schalungstragkonstruktionen und Doppelschichtgerüste? Die Einhaltung der Standards für den Bau von Ringlock-Gerüsten muss während des gesamten Bauprozesses eingehalten werden, um die Sicherheit aller Gerüstarbeiten zu gewährleisten.

Uhrzeit der Veröffentlichung: 24.02.2026 10:16:41


